Ludwig-Maximilians-Universität München
Institut für Soziologie
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Diskussionsbeiträge
Armer Wohlfahrtsstaat?
in: WSI Mitteilungen 63 (10), 2010, 498.

Zum Inhalt: „Der moderne Wohlfahrtsstaat ist mitgefangen im großen gesellschaftlichen Krisengeschehen namens Kapitalismus, aber dabei auch ganz schön eigeninitativ“: Kann man nicht oft genug wiederholen. Oder vielleicht doch?
 
Edel, hilfreich, gut? Soziale Gleichheit im Sozialstaat
Eine Einführung in die Debatte, in: Zeitschrift für Sozialreform 56 (3), 2010, 291-294.

Zum Inhalt: Einleitender Beitrag zu einer interdisziplinären Debatte um die Frage, ob die Herstellung sozialer Gleichheit ein Verfassungsauftrag des Sozialstaats sein kann, darf, soll, muss. Nach meinem Dafürhalten gilt es, den politisch-sozialen Konflikt um soziale Gleichheit nicht nur mit dem, sondern immer auch gegen den Sozialstaat in seiner je historisch-konkreten Form zu führen. Dass dieser damit letztlich edel, hilfreich und gut werde, steht dabei nicht unbedingt zu erwarten. Aber zumindest die Wahrscheinlichkeit, dass die Menschenwürde unantastbar bleibt, nimmt unter Verhältnissen materialer, sozialstaatlich verbürgter Demokratie tendenziell zu.
 
Die Kosten der Einheit
in: Dossier „Lange Wege der Einheit“ der Bundeszentrale für politische Bildung, Rubrik „Kontroversen“.

Zum Inhalt: Lange Wege mussten auch bis zur endgültigen An-/Abnahme dieses Beitrags durch die BpB zurückgelegt werden. Liest man den Text im Internet, wird man kaum verstehen warum.
 
Bürgerbegehren gegen die Unterschicht
in: Jan Rehmann und Thomas Wagner (Hg.), Angriff der Leistungsträger? Das Buch zur Sloterdijk-Debatte. Hamburg: Argument, 2010, 167-170.

Zum Inhalt: Wiederabdruck meines Beitrags im „Freitag“ vom 12. November 2009 - diesmal unter dem von mir gewählten Titel.
 
Kulturkämpferische Begleitmusik
Die Bürgerlichen und ihre Bürger - eine Hassliebe, in: Rosalux 1-2010, 22-23.

Zum Inhalt: „Vielleicht sind wir gar nicht so schlimm, wie Sie immer sagen.“ (Guido Westerwelle zu Oskar Lafontaine am Abend der Bundestagswahl 2009) - „Vielleicht, vielleicht, vielleicht ... vielleicht auch nicht.“ (Fink, Vielleicht, xxs records 1997)
 
Der Wohlfahrtsstaat nach der Krise
oder Die doppelte Privatisierung des Sozialen, in: Gegenblende 01: November-Dezember 2009.

Zum Inhalt: "Gegenblende" ist das neue Online-Debattenmagazin des DGB, die erste Ausgabe ist dem Thema "Wohin treibt Deutschland mit der Krise?" gewidmet; bleibt zu hoffen, dass eine Debatte auch zustande kommt. Dank jedenfalls an Kai Lindemann für die freundliche Einladung zur Mitwirkung beim Auftakt. Auf die Idee mit der doppelten Privatisierung - Individualisierung sozialer Risiken zum einen, Subjektivierung gesellschaftlicher Verantwortung zum anderen - hätte ich im Übrigen auch eher kommen können. Aber wie das so ist: Je öfter und länger man etwas durchdenkt, um so klarer wird es einem. Manchmal jedenfalls. - Hier geht es zum Beitrag und dem Online-Magazin. [Nachdruck in: DDS - Die demokratische Schule, April 2010, 14-15.]
 
Kann Soziologie kritisieren?
Eine E-Mail-Debatte, in: Soziologie 38 (4), 2009, 431-439 [mit Frank Kalter und Christine Resch].

Zum Inhalt: Die Idee stammt von Georg Vobruba, und er moderiert auch die kurze e-mail-Debatte zur Frage, ob Soziologie mehr sein kann als die Beobachtung von Kritik in der Gesellschaft. Ich meine: ja. Nichts gegen eine Soziologie der Kritik, aber sie kann eine kritische Soziologie nicht ersetzen, die sich zum Falschen, Häßlichen, Schlechten der Gesellschaft äußert. Mein sehr geschätzter Kollege gibt am Ende der Debatte zu bedenken, dass diese Position problematisch wird, wenn der Kritiker mit seiner Kritik und deren Maßstäben in der Gesellschaft einsam bleibt. Da hat er wohl Recht - also gilt es, Andere dafür zu gewinnen. Fortsetzung folgt (hoffentlich).
 
Das Grundeinkommen in der gesellschaftspolitischen Debatte

Bonn: Friedrich Ebert Stiftung, Abteilung Wirtschafts- und Soziapolitik (WISO Diskurs), März 2009.
Lesen Sie den Text im PDF-Format.

Zum Inhalt: Die Expertise unternimmt den Versuch, einen Raum der Verständigung zwischen den verfeindeten Lagern der Propagandist/innen und Kritiker/innen der Grundeinkommensidee zu eröffnen. Bei der öffentlichen Präsentation der Studie durch die Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin habe ich meine eigene Zielsetzung, den konstruktiven Dialog zwischen den beiden feindlichen Lagern zu befördern, allerdings leider wenig souverän selbst unterlaufen. Ein Sieg der Emotionen - eigentlich nicht das Schlechteste, in diesem Fall aber etwas unglücklich. Naja: was bleibt, ist der Text.

 
Die fünf Giganten. Über Gegenwart und Zukunft des Sozialstaates

in: Prager Frühling. Magazin für Freiheit und Sozialismus Nr. 03 / Februar 2009, 20-21 [und im Internet auf prager-fruehling-magazin.de].

Zum Inhalt: Der moderne Wohlfahrtsstaat entstand - soweit Sir William Beveridge an seiner Konzeption beteiligt war - im Kampf gegen die "five giants" der Nachkriegszeit. In Zeiten, in denen die Finanzmarktkrise Erinnerungen an diese Zeit aufkommen lässt, muss der Sozialstaat der Zukunft sich erneut fünf gigantischen Aufgaben widmen: Der institutionellen Gewährleistung von Arbeit, Bildung, Partizipation, Autonomie und Muße. - Link zur Langfassung des Beitrags: http://www.prager-fruehling-magazin.de/article/229.die_8222_fuenf_giganten_8220.html

 
Wo ist der Halt geblieben?
in: High Potential Oktober/November 2008, 8-10 [und im Internet auf academicworld.net].

Zum Inhalt: Wie kann es sein, dass trotz enormer Ausgaben für unterschiedlichste Maßnahmenkataloge zur sozialen Sicherung, trotz massiver politischer Bemühungen um Schutz und Wahrung der „inneren Sicherheit“, trotz des ständig zunehmenden Konsums von Sicherheitstechnologien auch im Lebensalltag – vom Antiblockiersystem im Auto über die besonders saugfähige Damenbinde bis zur Reiserücktrittsversicherung bei Billigflügen – das Gefühl der Unsicherheit nicht versiegt, sondern bestehen bleibt, ja eher noch weiter anwächst? Gute Frage.
[Link: http://www.academicworld.net/index.php?id=1310 ]
 
Alles relativ. Warum es in Deutschland keine Armut geben darf
in: PROKLA. Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft 38 (3), Heft 152, 2008, 479-485.

Zum Inhalt: Die diskursive Aufregung rund um den jüngsten Armuts- und Reichtumsbericht trug reichlich skurrile Züge – und im Zeichen wachsender sozialer Ungleichheiten werden sich entsprechende Debatten zukünftig häufen. Zu allfällig gegebenen Anlässen also einfach noch mal in das Heft reinschauen.
 
Unsichere Zeiten. Herausforderungen gesellschaftlicher Transformationen
Themenpapier zum 34. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie, in: Soziologie 37 (1), 2008, 61-67 [mit Klaus Dörre, Hans-Georg Soeffner und Georg Vobruba].

Zum Inhalt: Moderne Zeiten sind unsichere Zeiten – und die Zeit der Soziologie. Zumindest vom 6. bis 10. Oktober 2008. Hoffen wir in Jena jedenfalls.
 
Normative Ansätze der Sozialpolitik
in: Zukunft des Sozialstaats – Sozialpolitik. Tagungsdokumentation im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung, WISO Diskurs, November 2007, 5-6.

Zum Inhalt: Nicht der Rede wert, nur der Vollständigkeit meiner Beiträge zum „Demokratischen Sozialstaat“ halber. Dank an Claudia Bogedan für den netten Kommentar.
 
Du bist Unterschicht
Zur Remoralisierung sozialer Ungleichheit, in: PROKLA. Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft 36 (4), Heft 145, 2006, 611-614.

Zum Inhalt: Schade, dass so was allenfalls von den äußeren Rändern der "Kritischen Bildungseliten", nicht aber von den Massen des "Abgehängten Prekariats" gelesen wird. Wahrscheinlich sind die gerade wieder zum Waschen und Legen.
 
Krise und Zukunft des Sozialstaats
Probleme der Problemdiagnose, in: Soziologische Revue 29 (4), 2006, 397-411 [mit Silke van Dyk].

Zum Inhalt: Wirklich wahr: Es ist keineswegs strategischen Bemühungen des Rezensentenpaares geschuldet, dass hier erneut Franz-Xaver Kaufmann die Lorbeeren wissenssoziologisch operierender Analyse einheimst - eher schon einer sozialpolitikwissenschaftlichen Mehrheitsgesellschaft, die sich diesbezüglich chronisch desinteressiert zeigt. Selber schuld.
 
Ökonomismus zum Wohlfühlen
Gøsta Esping-Andersen und die neue Architektur des Sozialstaats, in: PROKLA. Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft 34 (3), Heft 136, 2004, 469-476.

Zum Inhalt: Was ich schon immer über Gøsta Esping-Andersen sagen wollte, ohne die Zeit dazu gehabt zu haben. Eingangs behaupte ich, es gehe mir nicht um Personenkult - weder aus Bewunderung für noch aus Neid auf den Kollegen. Das ist schon richtig. Aber ehrlich gesagt: Sind wir nicht alle ein bisschen neidisch?
 
Für einen neuen Sozialstaat - mutig und maßvoll reformiert
in: BrennerBrief - Informationsdienst der Otto Brenner Stiftung, Nr. 19, 2004, 8-9 [mit Matthias Möhring-Hesse].

Zum Inhalt: Kurz-, nein: Kürzestfassung der Expertise "Ein neues Leitbild für den Sozialstaat", die ich im Auftrag der Otto Brenner Stiftung mit dem Kollegen Möhring-Hesse verfasst habe und die, nach gebührender Überarbeitung, Ende 2004 dem (mehr oder weniger) geneigten Publikum zugänglich gemacht werden wird.
 
Zur Lage der bürgerlichen Demokratie in Deutschland
in: PROKLA - Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft 34 (1), Heft 134, 2004, 157-163.

Zum Inhalt: Ausarbeitung eines (Achtung, neudeutsch!) "Impulsreferates", das ich im November 2003 anlässlich einer Tagung zum Thema "Gibt es eine neue soziale Frage?" am Hamburger Institut für Sozialforschung halten durfte. Die soziale Frage der Gegenwart lautet demnach, wie in der Wohlstandsgesellschaft Wohlfahrtsverluste verteilt und vermittelt werden sollen und können. Der Titel des Beitrags nimmt in reichlich unangemessener Weise Bezug auf Max Webers "Zur Lage der bürgerlichen Demokratie in Rußland" aus dem Jahre 1906. Er möge es mir verzeihen.
 
Ein neues Leitbild für den Sozialstaat
Eine Expertise im Auftrag der Otto Brenner Stiftung und auf Initiative ihres wissenschaftlichen Gesprächskreises. Otto Brenner Stiftung , Berlin, September 2004 [mit Matthias Möhring-Hesse].
Lesen Sie den Text im PDF-Format
 
Zur Einleitung: Wohlfahrtsstaat, Soziale Sicherung und soziale Stratifizierung
in: Zeitschrift für Sozialreform 50 (1-2), 2004, 170-173.

Zum Inhalt: Dokumentation meines kurzen einführenden Beitrages zu einem der Themenschwerpunkte der Jahrestagung der Sektion Sozialpolitik in Berlin 2003. Leider blieb bei der Drucklegung von den drei versprochenen Beiträgen nur derjenige von Berthold Vogel übrig. Aber "so läuft's business" halt im Wissenschaftsbetrieb. Meiner Frustration darüber sei mit der beinahe berühmt gewordenen "Fußnote 11" der Einleitung zu den "Wohlfahrtsstaatlichen Grundbegriffen" einstweilen genüge getan.
 
Auf welcher Baustelle wollen wir leben?
Die "Krise" des Wohlfahrtsstaats, die "Reform" der Sozialpolitik und die Chancen soziologischer
Diagnose, in: Soziologische Revue 27 (1), 2004, 29-43.
Text im PDF-Format

Zum Inhalt: Anlässlich der Sichtung aktueller Literatur zur Wohlfahrtsstaatsforschung halte ich hier - mit Franz-Xaver Kaufmann - ein kleines Plädoyer für eine an der gesellschaftlich-politischen Definition von Wirklichkeit interessierte (und in sie involvierte) Soziologie. Das sommerliche Schreiben dieses Essays hat mir richtig Spaß gemacht. Und die positiven Reaktionen darauf erst recht.
 
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Prof. Dr. Stephan Lessenich - Institut für Soziologie - LMU München | Home arrow Publikationen arrow Varia
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