Ludwig-Maximilians-Universität München
Institut für Soziologie
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Diskussionsbeiträge
„Die Revolution wird sicher nicht von oben kommen“
Ein Gespräch mit Stephan Lessenich, in: Mittelweg 36 29 (6), 2020, 58-81.

Zum Inhalt: Ein Gespräch zur Externalisierungsgesellschaft und den Grenzen der Demokratie, zu Corona- und Klima-Krise, zudem über dies und das, Soziologisches und Alltägliches - ganz herzlichen Dank an Karsten Malowitz, es hat großen Spaß gemacht. Und (darf man das sagen?) ich finde das Ergebnis richtig gut. Derzeit meine Lieblingspassage ist, aus gegebenem Anlass, die, in der ich gegen die Gleichgültigkeit agitiere, mit der das Fach letztlich den herrschenden gesellschaftlichen Verhältnissen begegnet: „Das gilt für den in der Soziologie zuletzt fröhliche Urständ feiernden, den großen gesellschaftlichen Fragen mit innerwissenschaftlicher Emigration begegnenden Wertfreiheitsreflex ebenso wie für einen umgekehrt auf größtmögliche Öffentlichkeitswirksamkeit zielenden soziologischen Komplexitätspositivismus, der bei jeder sich bietenden Gelegenheit wortreich die Unsteuerbarkeit der Gegenwartsgesellschaft beschwört. Im ebenso unkoordinierten wie komplememtären Zangengriff arbeiten beide Varianten einer professionalisierten Indifferenz an der gesellschaftlichen Irrelevanz der Soziologie“. Als Münchner Soziologe kann ich das beurteilen.
 
Solidaritäts-Kämpfe in Zeiten der Covid-19-Pandemie
in: Aviso. Magazin für Kunst und Wissenschaft in Bayern, nr. 3/20, 31-33 [mit Dietmar Süß und Michael Reder].

Zum Inhalt: Ein kleiner Beitrag zur aktuellen Solidaritäts-Debatte aus dem BMFB-Verbundprojekt zu Praktiken der Solidarität. Dank an die beiden Kollegen Michael Reder und Dietmar Süß für die wie immer völlig reibungslose und extrem anregende Zusammenarbeit. Und an Elisabeth Donoughue für die ebenso hilfreiche wie freundliche Betreuung.
 
Grenzen der Solidarität
COVID-19 und die Strukturen globaler sozialer Ungleichheit, WSI Blog „Work on Progress - Soziale Ungleichheit in der Corona-Krise“, 9.11.2020.

Zum Inhalt: Hoch die internationale Solidarität! - damit ist eigentlich alles gesagt. Und Dank an Florian Blank!
 
Wie groß ist der Leidensdruck wirklich?
Corona, Smartphones, Fußball und die Frage der Bedingungslosigkeit, in: Jonas Zipf & Birgit Liebold (Hrsg.), Inne halten. Chronik einer Krise - Jenaer Corona-Gespräche, Berlin: Theater der Zeit, 2020, 104-121.

Zum Inhalt: Transkript eines am 2. Juli 2020 geführten Telefongesprächs mit Jonas Zipf, Werkleiter von JenaKultur. Vielleicht dann doch etwas zu viel des Vorgeplänkels über Fußball (Achtung, Herrentalk!) und dies und das, bevor es dann zum eigentlichen Thema geht, nämlich ob die Corona-Krise ein Türöffner für ein bedingungsloses Grundeinkommen sein könnte - oder wenigstens für eine ernsthafte Debatte darüber. Danke Dir, Jonas, hat Spaß gemacht! Und pass auf, ich mach die Drohung wahr und komm mal vorbei.
 
Solidarität - national, europäisch, global?

in: WSI MItteilungen 73 (5), 2020, 318 [mit Michael Reder und Dietmar Süß].

Zum Inhalt: Kurzes Editorial zum Schwerpunktheft der WSI-Mitteilungen gleichen Titels - das, schon lange vorher geplant, im Zeichen der Pandemie eine ungeahnte Relevanz und Aktualität erhalten hat. Um so besser und schöner, dass es - nach Ansicht der Herausgeber - so gelungen geworden ist... Mein und unser Dank gelten allen Autor*innen, insbesondere aber Gudrun Linne (Redaktion) und Rainer Bohn (Lektorat). 

 

 
La externalización y las estructuras de la desigualdad social
in: Anuario Internacional CIDOB, 2020, 44.

Zum Inhalt: Jubiläumsjahrbuch zum 30-jährigen Bestehen der Publikation des Barcelona Centre for International Affairs - Dank an Francesc Fàbregues für die Anfrage und Einladung, eine Kleinigkeit zu dem beeindruckenden Band beizutragen. Wer schon mal drin rumschmökert, möge bitte auch den kongenialen Beitrag von Blanca Garcés Mascareñas lesen.
 
Und ewig grüßt der Maulwurf
Ein Kommentar zu Martin Kronauers Plädoyer für ein „Recht auf Arbeit“, in: PROKLA 50 (1), Heft 198, 2020, 143-150.

Zum Inhalt: Rechte zu denken, ohne im selben Atemzug korrespondierende Pflichten mitzudenken: Dass dies das bürgerliche Leistungsethos –  und damit einen normativen Kern kapitalistischer Vergesellschaftung – angreift, sollte womöglich doch für die Grundeinkommensidee einnehmen.
 
Wir sind nie demokratisch gewesen
in: LE MONDE diplomatique 25. Jg., Nr. 10 (Oktober), 2019, 15 [online hier].

Zum Inhalt: Die Quintessenz meines neuen Buchs Grenzen der Demokratie. Teilhabe als Verteilungsproblem. Dass die Krise dessen, was wir Demokratie zu nennen uns angewöhnt haben, das Schlechteste nicht sein muss, ist vielleicht schon das Beste, was sich über die herrschenden Verhältnisse sagen lässt.
 
Soziologie in Gesellschaft
Zum Stellenwert des Politischen für die Soziologie, in: Soziologie 48 (4), 2019, 402-405.

Zum Inhalt: Die wissenschaftliche Konstruktion einer eigenlogisch operierenden und in dieser Eigenlogik ihre Autonomie gewinnenden wissenschaftlichen Wertsphäre - einer Wertsphäre der Wertfreiheit gewissermaßen - ist selbst ein politischer Akt: Ein politischer Akt der Entpolitisierung der eigenen Praxis. Musste mal gesagt werden. Bzw. mal wieder. Im Symposion „Politik und Soziologie“ der SOZIOLOGIE. Dank an Jenni Brichzin für ihre Insistenz und Geduld.
 
Es rettet sie kein höh'res Wesen
Die Sozialdemokratie schafft sich ab, in: PROKLA 49 (3), Heft 196, 2019, 449-453.

Zum Inhalt: Zugegeben, es ist schon ziemlich ungerecht: Was auch immer sie tut oder lässt, die Sozialdemokratie kann es einem einfach nicht recht machen. Da hat man sie jahre-, wenn nicht gar - je nach Lebensalter - jahrzehntelang verflucht und verwunschen, hat ihr Partei- und Regierungspersonal verlacht oder gehasst, hat ihr wahlweise den sofortigen Unter- oder aber einen langen, schmerzhaften Niedergang gewünscht. Und wenn es dann endlich soweit ist, ist man auch nicht zufrieden.
 
Die Erde stirbt, die Hoffnung nicht
in: politische ökologie 37, Heft 157-158, 2019, 194-199.

Zum Inhalt: Eine kritische Würdigung von Peter Cornelius Mayer-Taschs Beitrag „Kann ökologische Politik jemals populär sein?“ aus Heft 77-78 (2002) der . Natürlich lag er mit seinem klaren Nein als Antwort damals völlig richtig - und täte dies auch heute noch. Und doch: Die verzweifelten Abwehrkämpfe der Lobbyist*innen und die aggressiven Desavouierungspraktiken der Status-quo-Verteidiger*innen sollten - man traut es sich kaum zu sagen - für ökologische Politik Streitende durchaus optimistisch stimmen. 
 
Made in Germany
Wir können alles - außer ehrlich, in: welthaus bielefeld info Ausgabe 16, 2019, 2-3.

Zum Inhalt: Der Exportweltmeister Deutschland ist eine Externalisierungsgesellschaft par excellence. Ach, das hatte ich schon mal gesagt? Naja, aber immerhin nicht hier. Danke an Christian Glöckner für die Einladung zur Wiederholung.
 
Living at the expense of others
Foreword, in: SDG Watch Europe (Hrsg.), Who is paying the bill? (Negative) Impacts of EU policies and practices in the world. Spotlight Report on Sustainability in Europe, 2019, 4.

Zum Inhalt: Nur ein kurzes Vorwort für eine großartige Publikation, die am 15.7.2019 bei den Vereinten Nationen in New York vorgestellt wurde - und die jedem*r zur Lektüre ans Herz gelegt sei. Vielen Dank an Leida Rijnhout für die Koordination.
 
Aufklärung - heute
in: Ulrich Bröckling & Axel T. Paul (Hrsg.), Aufklärung als Aufgabe der Geistes- und Sozialwissenschaften. Beiträge für Günter Dux, Weinheim: Beltz Juventa, 2019, 51-55.

Zum Inhalt: Im Sinne soziologischer Aufklärung müsste die seit den Anfängen der Disziplin als intellektueller Basiskonsens fungierende gesellschaftliche Differenzierungstheorie ergänzt werden um eine Indifferenztheorie der Gesellschaft: Aufklärende Soziologie wäre dann eine Soziologie, die, mit einem kritischen Sinn für die Gleichgültigkeit als Ethos der demokratisch-kapitalistischen Gesellschaftsform ausgestattet, auf die uneingestandenen Voraussetzungen und verleugneten Konsequenzen ihrer sozialen Reproduktion verweist. 
 
Made in Germany
Neues vom Exportweltmeister, in: MISEREOR & Brot für die Welt (Hrsg.), Wirtschaft und Menschenrechte. Das Ende der Freiwilligkeit. Beilage zu Welt-Sichten, 6-2019, 13-14.

Zum Inhalt: Deutschland ist Exportweltmeister - von schmutziger Produktion und schlechter Arbeit, von Umweltverbrauch und Entwicklungshemmnissen, von sozialen Konflikten und blutigen Kriegen. In einem ungeheuren, unheimlichen Selbstbetrug meint man aber, sich zugleich gegen das selbstproduzierte Elend immunisieren, sich gewaltsam von den Folgen des eigenen Handelns befreien zu können. Welch ein Irrglaube.
 
CO2-Bepreisung
Energiesteuern sozialverträglich gestalten, WISO Direkt, Bonn: Friedrich-Ebert-Stiftung, 2019.

Zum Inhalt: Ein nationaler CO2-Preis kann die Energiewende sozial gerechter machen. Voraussetzungen dafür sind, dass erneuerbarer Strom deutlich günstiger wird, die Kosten für fossile Energieträger dagegen steigen, die Bepreisung für alle Verbraucher*innen ohne Ausnahmen gilt und möglichst viele bestehende Steuern und Umlagen durch das Aufkommen ersetzt werden. Davon profitieren besonders Menschen mit geringem Einkommen.
 
„Heimat lässt sich nur in einem sozialen Zusammenhang denken“
Ein Gespräch mit Stephan Lessench über den Heimatbegriff, Umweltschutz und das Unheimliche, in: INDES. Zeitschrift für Politik und Gesellschaft, Heft 4/2018, 7-18.

Zum Inhalt: „Aus der globalen Perspektive muss man sich leisten können, auf die Unantastbarkeit seiner Heimat zu pochen oder diese wiederherzustellen.“ - Danke an Marika Przybilla-Voß, Jöran Klatt und Luisa Rolfes für den angenehmen Austausch im guten alten Göttingen.
 
Angehaltene Zeit
1968, 2018 und der Realismus des Utopischen, in: Schader-Stiftung (Hrsg.), Mehr ... wagen. '68, '18 und die politisierte Gesellschaft, Großer Konvent der Schader-Stiftung - Dokumentation der Jahrestagung am 9. November 2018, Darmstadt: Schader-Stiftung, 2018, 21-27.

Zum Inhalt: Dokumentation meiner Keynote zum Großen Konvent, der mit dem 30. Geburtstag der Schader-Stiftung zusammenfiel - für die Druckfassung leicht überarbeitet, live und in Farbe zu sehen auf dem Youtube-Kanal der Stiftung, Die FAZ schrieb dazu am 15.1.2019: „Wenn der Wissenschaftler Stephan Lessenich von der Ludwig-Maximilians-Universität München mit seiner Gesellschaftsanalyse richtig liegen sollte, dann steht der Schader-Stiftung ihre beste Zeit noch bevor. Dann wird sie im 31. Jahr ihres Bestehens sich intensiv mit dem 'utopischen Realismus' beschäftigen, der nach Ansicht Lessenichs der gegenwärtigen gesellschaftshistorischen 'Zwischenzeit' folgen sollte.“ Na dann hoffen wir doch mal das Beste, für die Stiftung wie den Wissenschaftler.
 
Externalisierung als soziale Praxis - Wachstum als Lebensform
Kommentar zum Hauptbeitrag von Rahel Jaeggi, in: Zeitschrift für Wirtschafts- und Unternehmensethik (zfwu) 19 (3), 2018, 423-428.

Zum Inhalt: Ein sehr begeisterndes, äußerst instruktives Heft mit multidisziplinären Kommentaren zu Rahel Jaeggis erstem Entwurf eines Verständnisses von Ökonomie als sozialer Praxis, das die Anliegen der Kritischen Theorie praxistheoretisch voranzubringen trachtet - wobei mein eigener Beitrag noch am wenigsten instruktiv ist, angesichts der wahrgenommenen theoriepolitischen Nähe zu Jaeggis Ansatz. Eine Nähe, die von der Autorin in ihrer bemerkenswerten „Replik-Replik“ ausdrücklich bestätigt wird - was mich wiederum außerordentlich freut. So schön kann Weihnachten sein.
 
Und die Moral von der Geschicht'... Über Hilfe und politische Verantwortung
in: Wespennest Nr. 175, November 2018, 66-69.

Zum Inhalt: „Zukünftige Historiker*innen unserer spätmodernen Gegenwart werden gut damit zu tun haben, sich einen Reim zu machen auf die gesellschaftlichen Verhältnisse, wie sie sich in den vergangenen Jahren im mitteleuropäischen Raum eingestellt haben.“ Gespannt wie's nach diesem Einstieg weitergeht? Na dann das Heft lesen, das voll toller Beiträge ist. Und wunderschön gestaltet. Einen sehr herzlichen Dank an Walter Famler! 
 
Der Widerspenstigen Bewegung
in: Dana Giesecke, Hans-Georg Soeffner und Klaus Wiegandt (Hg.), Welzers Welt. Störungen im Betriebsablauf. Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuch Verlag, 2018, 247-250.

Zum Inhalt: Raus aus dem Präsens II - und aus der Bewegung der Lähmung. Dafür ist Harald Welzer immer gut, ein riesiges Dankeschön ihm für sein Wirken. Und Dank auch an Dana Giesecke. In jedem Fall werde ich jetzt bei Bahnfahrten immer wieder an dieses Buch denken.
 
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