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Soziologie - Kapitalismus - Kritik |
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Eine Debatte. Klaus Dörre, Stephan Lessenich, Hartmut Rosa. Unter Mitarbeit von Thomas Barth. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2009
Zum Inhalt: Schon für die Gründerväter des Fachs war es eine zentrale Aufgabe der Soziologie, die moderne Gesellschaft über die sozialen Voraussetzungen und Konsequenzen ihrer Krisenhaftigkeit aufzuklären. Diesem heute oft vernachlässigten Anliegen fühlen sich die Autoren verpflichtet, wenn sie die Frage nach dem zeitdiagnostischen Potential soziologischer Analyse stellen. Sie vertreten die Überzeugung, dass zeitdiagnostisch fundierte Gesellschaftskritik zum Kerngeschäft der Soziologie gehört - und dass jede Gesellschaftskritik der Gegenwart notwendig Kapitalismuskritik sein muss. Ihre drei komplementären Perspektiven, die die aktuellen Prozesse der Landnahme, der Aktivierung und der Beschleunigung in den Mittelpunkt stellen, verknüpfen die Autoren zu einer soziologischen Kritik der Gegenwartsgesellschaft, die sich der Suche nach Ansatzpunkten politischen Handelns nicht verschließt. Buchbestellung Lesen Sie den unveröffentlichten Epilog im PDF-Format. |
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Die Neuerfindung des Sozialen |
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Der Sozialstaat im flexiblen Kapitalismus Bielefeld: transcript, 2008
Zum Inhalt: Der Sozialstaat befindet sich in einer Phase nachhaltiger Umbrüche. Dies ist mittlerweile Allgemeingut. Doch wie dieser Wandel, ja diese "Krise" näher zu bestimmen ist - darüber herrscht alles andere als Klarheit. Die vorherrschenden Diskurse über die Demontage bzw. den "neoliberalen" Rückzug des Sozialstaats greifen zu kurz. Dieses Buch schlägt dagegen vor, den Wandel vom (ver-)sorgenden zum aktivierenden und investiven Sozialstaat als fundamentale Achsenverschiebung im Verhältnis zwischen Individuum und Gesellschaft zu verstehen: als Neuerfindung des Sozialen. Es zeigt die Konturen einer "Aktivgesellschaft", in der Mobilität, Flexibilität und Produktivität zu politischen Steuerungsformeln individuellen Selbstzwangs verkommen. Nicht länger das Wohlergehen der einzelnen Bürger steht im Vordergrund, sondern vielmehr die Wohlfahrt der "gesellschaftlichen Gemeinschaft". Damit wird nicht weniger als das Grundversprechen der Moderne aufgegeben: ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Buchbestellung Lesen Sie den Text (KAPITEL 1) im PDF-Format |
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Kontinuität und Wandel im deutschen Sozialmodell Frankfurt/New York: Campus, 2003
Zum Inhalt: Lange galt die Bundesrepublik als das Musterland des Wirtschaftswunders, des politischen Konsensstrebens und des sozialen Friedens. Doch mittlerweile ist Deutschland zum Inbegriff wirtschaftlicher Verkrustungen, politischen Reformstaus und gesellschaftlichen Stillstands geworden. Die Klage über den deutschen Immobilismus übersieht allerdings einen breit angelegten Prozess schleichenden Wandels, der auf dem besten Wege ist, die gesellschaftspolitische Identität des deutschen Modells nachhaltig zu verändern. Buchbestellung |
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Wohlfahrtsstaat, Arbeitsmarkt und Sozialpolitik in Spanien. |
Eine exemplarische Analyse postautoritären Wandels Opladen: Leske + Budrich, 1995
Zum Inhalt: Im Übergang von der fast vierzigjährigen Franco-Diktatur zu einem parlamentarisch-demokratischen System westeuropäischen Zuschnitts vollzog sich auch eine radikale Transformation der wohlfahrtsstaatlichen Strukturen Spaniens, die als Wandel von einem Regime des autoritären Garantismus zu einem Arrangement konzertierter Deregulierung beschrieben werden kann. Die Studie zielt darauf, die Fallspezifik spanischer Sozialpolitik aus einer komparativen und auf theoretische Verallgemeinerung zielenden Perspektive heraus zu rekonstruieren. |
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Prof. Dr. Stephan Lessenich - Institut für Soziologie - FSU Jena |